• 26.03.2026
  • Feuerwehr Braunsbedra (Stadt)

Gemeinsame Atemschutzausbildung der Feuerwehren

Allgemein
  • Christian Grosser
  • Mitglied bei der Feuerwehr Braunsbedra (Stadt) seit 21 Jahren
  • Maschinist und Öffentlichkeitsarbeit

Unter realitätsnahen Bedingungen haben die Ortsfeuerwehren Roßbach, Krumpa und Braunsbedra gemeinsam eine umfassende Atemschutzausbildung auf dem Gelände der MUEG durchgeführt. Ziel der Übung war es, sowohl die theoretischen Grundlagen zu festigen als auch die praktische Zusammenarbeit in anspruchsvollen Einsatzsituationen zu trainieren. Um den Praxis-Dienst so realistisch wie möglich zu gestalten, nutzen wir jedes Jahr ein anderes Schwerpunktobjekt innerhalb des Stadtgebietes, 2024 die Lessing-Grundschule in Braunsbedra und 2025 die Grundschule in Roßbach. So erhalten die Kameraden nebenbei auch nützliche Information über Aufstellungsflächen, vor allem für die Drehleiter, Lage der Hydranten, Aufbau des Gebäudes, die verschiedenen Schließsysteme und vieles mehr.

Bereits am 06.03.2026 begann die Ausbildung mit einem Theorie-Dienst. Dabei wurden wichtige Inhalte der Feuerwehrdienstvorschrift 7 „Atemschutz“ wie z.B. die richtige Handhabung der Atemschutzgeräte, Einsatzgrundsätze, Sicherheitsregeln sowie das Verhalten im Einsatz vermittelt und aufgefrischt.

Am 20.03.2026 folgte der praktische Teil, bei dem die Einsatzkräfte ihr bereits erworbenes Wissen unter Beweis stellen konnten. Auf dem Firmengelände wurden verschiedene Szenarien vorbereitet, die typische Einsatzlagen simulierten. Dazu gehörten unter anderem ein angenommener Gebäudebrand mit starker Rauchentwicklung, die Personensuche in unübersichtlichen Bereichen sowie das Vorgehen bei eingeschränkter Sicht. Dabei erklärten sich sechs Kameraden der Jugendfeuerwehr bereit, in die Opferrolle zu schlüpfen und sich von den aktiven Kameraden retten zu lassen. So erhielten die jungen Kameraden einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit und die Vorgehensweise der aktiven Kameraden und konnten so schon einiges für ihre Zukunft lernen. Drei weitere Kameraden der Jugendfeuerwehr durften aktiv an der Übung teilnehmen da sie sich in der derzeit laufenden Grundausbildung zum Feuerwehrmann befinden. Deren Aufgabe war es die Wasserversorgung aufzubauen.  

Unter schwerem Atemschutz gingen die Trupps in das Übungsobjekt vor, tasteten sich durch verrauchte Räume und arbeiteten eng im Team zusammen. Dabei wurde besonders auf die Kommunikation innerhalb der Trupps sowie mit der Einsatzleitung geachtet. Auch der Umgang mit Stresssituationen und die Orientierung in unbekannter Umgebung standen im Fokus.

Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung war die Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers – ein Szenario, das im Ernstfall höchste Konzentration und eingespielte Abläufe erfordert. Hier zeigte sich die Bedeutung regelmäßiger Übungen und die Zusammenarbeit über Ortswehrgrenzen hinweg.

Ein wichtiger Bestandteil dabei war die Drehleiter, welche zum Retten verunfallter Personen verwendet wurde.

Mit der erfolgreichen Durchführung der Atemschutzausbildung wurde ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung geleistet – denn gut ausgebildete Einsatzkräfte sind im Ernstfall der Schlüssel zu einer schnellen und effektiven Hilfe.

Im Anschluss haben die beteiligten Kameraden den interessanten Übungsdienst bei einer leckeren Bratwurst vom Grill gemeinsam ausklingen lassen. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Ausbildungseinheit mit unseren Ortswehren und hoffen auf rege Beteiligung.

Ein großer Dank geht dabei an die ZWAG mithilfe deren Nebelmaschine wir die Nullsicht perfekt Simulieren konnten.

Ein weiterer Dank geht an die MUEG, allen voran Herrn Hoppe, welche uns das Gebäude zur Verfügung gestellt haben und mit uns viel Zeit in die Planung investiert haben.

Auch ein großer Dank an die Kameraden der Jugendfeuerwehr.

 

Verfasst von: Erik Koschinski – Freiwillige Feuerwehr Braunsbedra 

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