Retter von morgen: Jugendfeuerwehr Braunsbedra übt für den Ernstfall!
Wenn die Sirene ertönt, zählt jede Sekunde. Doch nicht immer geht es nur um das Löschen von Feuer. Oft sind Feuerwehrleute die Ersten am Einsatzort und müssen medizinische Ersthilfe leisten, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Genau aus diesem Grund widmete die Jugendfeuerwehr Braunsbedra ihren Ausbildungsdienst am 23.01.26 dem lebenswichtigen Thema Erste Hilfe.
Unter der Anleitung erfahrener aktiver Einsatzkräfte lernten die Mädchen und Jungen, dass Helfen kein Hexenwerk ist, aber dennoch regelmäßige Übung erfordert. Ein zentraler Schwerpunkt des Dienstes war der Umgang mit bewusstlosen Personen. Die Jugendlichen lernten den entscheidenden Unterschied: Atmet die Person noch? Wenn ja, ist die stabile Seitenlage das Mittel der Wahl.
Schritt für Schritt wurde die Technik trainiert:
1. Den Arm des Betroffenen rechtwinklig nach oben legen.
2. Den anderen Arm über die Brust führen und die Handfläche an die Wange legen.
3. Das ferne Bein beugen und den Körper vorsichtig zu sich herüberziehen.
4. Den Kopf sanft nach hinten überstrecken, um die Atemwege freizuhalten.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie sicher die Jugendlichen die Handgriffe bereits beherrschen. Die stabile Seitenlage verhindert das Ersticken und ist eine der Basismaßnahmen, die jeder Brandschützer im Schlaf beherrschen muss.
Ernster wurde es beim Thema Kreislaufstillstand. Hier lernten die Nachwuchskräfte, dass bei fehlender Atmung sofort mit der Wiederbelebung (Reanimation) begonnen werden muss. An einer speziellen Übungspuppe konnten die Jugendlichen die Herzdruckmassage trainieren.
Die Formel lautete: Prüfen – Rufen – Drücken.
• Prüfen: Ist die Person ansprechbar? Atmet sie?
• Rufen: Den Notruf 112 absetzen (oder jemanden dazu auffordern).
• Drücken: 30-mal kräftig und schnell in der Mitte des Brustkorbs drücken, gefolgt von 2 Beatmungen (oder kontinuierlichem Drücken bis Hilfe eintrifft).
Die Ausbildung hat einmal mehr gezeigt, dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Braunsbedra nicht nur Technik-begeistert sind, sondern auch eine große Portion soziale Verantwortung mitbringen. Wer schon in jungen Jahren lernt, im Notfall Verantwortung zu übernehmen, wird auch später im aktiven Dienst ein zuverlässiger Partner sein.
Ein großer Dank gilt unserem Ausbilder Christian, der diesen Tag so praxisnah gestaltet hat.
Die „Retter von morgen“ sind nun wieder ein Stück besser auf den Ernstfall vorbereitet.
Helfen kann jeder – egal in welchem Alter!
No results available